DIY-Projekte

Aller Anfang ist schwer!….oder doch nicht?

11. Juni 2020

Mein erster Blog-Post und ich bin aufgeregt. Man überlegt: Welches Thema könnte für Euch interessant sein, inhaltlich für den Anfang passen oder sollte ich direkt in die Vollen gehen. Ich dachte mir, ich schreibe einfach mal drauf los…

NÄHEN! Eines der schönsten Hobbys der Welt…jedenfalls für mich. Wie bin ich nun dazu gekommen und wie habe ich angefangen?

In meiner kleinen „Biografie“ habe ich schon erzählt, dass ich kurz im Jahr 2006 zum Nähen kam, den Mut verlor und diesen 2019 durch einen Besuch auf der CREATIVA in Dortmund wiederfand. Zuhause schnappte ich mir meine altbewährte und geschenkte Nähmaschine meiner Tante: eine VICTORIA – Modell 356.

Victoria 365

Die Victoria angeschlossen und eingeschaltet, saß ich wie viele andere Nähbegeisterte mit vielen Fragezeichen vor der Maschine. Wie war das nochmal mit dem Einfädeln? Und wie spult man doch gleich das Garn auf? Wozu ist dieses oder jenes Rad? Tja und bevor ich mich versah, suchte ich schon im Web nach einer Bedienungsanleitung, die ich irgendwo in meinen vier Wänden sehr gut, allerdings nicht wiederauffindbar, augeräumt habe. Der Hersteller ist leider insolvent gegangen und eine Bedienungsanleitung partout nicht aufzufinden.

Ich dachte mir…

WOZU GIBT ES DAS WORLD WIDE WEB, YOUTUBE UND CO.!

Durch gut erklärte DYI-Videos mit ähnlichen oder sogar mit dem gleichen Maschinenmodell ging das Einfädeln zwar holprig aber dennoch gut voran. Dann war sie so gesagt einsatzbereit und dann fiel mir auf….ich hab gar keinen Stoff zum Probieren! Verdammt!

Ich lief zu meinem Kleiderschrank, riss ihn auf, wühlte nach einem Oberteil, welches schon so lange im Kleiderschrank verweilte, dass es hätte Spinnweben haben müssen und schnitt mir einen kleinen Stoffteil heraus. Zurück an der Nähmaschine angekommen, legte ich das Stoffteil unter den Nähfuß und drückte mit meinem Fuß das Pedal. Die Erkenntnis: Sie funktionierte zum Glück noch! Aber: Die Naht sah irgendwie komisch aus. Die Einstellungen an der Maschine waren nicht optimal und ich hatte auch keinen Plan, was optimal heißt. Ich kam einfach nicht Drumherum…

„HALLO INTERNET! WO FINDE ICH DEN NÄCHSTEN NÄHKURS?“

Ich wurde fündig und entschied ich mich für einen Schnuppernähkurs bei Schnittchen und Rosenrot. Ich sags Euch, ein super schnuckeliger kleiner Laden mit einer herzenswarmen Inhaberin.

Ich war schon nervös, denn ich kam mit meiner VICTORIA dort an und hatte keine Ahnung was mich erwarten würde. Doch die Nervosität wurde mir durch Perdita, der Kursleiterin genommen und auf dem Näh-Schnupper-Plan stand ein Utensilo, konkret: ein Stoffkörbchen. Doch vorab sollten die anderen Kursteilnehmer und ich uns mit der Nähmaschine vertraut machen. Wir bekamen einen Probenähstoff und eine Einweisung in die Nähmaschine und schon konnte es losgehen. Hach,war das aufregend! Geradstich, Zick-Zack-Stich, Rundungen und um die Kurve nähen waren nicht die einzigen Herausforderungen.

Nach dem Probiernähen ging es dem Utensilo an den Entstehungskragen! Die Stoffe konnten wir uns im Laden aussuchen und für den Anfang wählte ich Blau in unterschiedlichen Ausführungen. Sollte ja nicht gleich ne kunterbunte Chaostüte werden. Nach Stoff- und Garnauswahl und Zuschnitt ratterten die Maschinen los und meine Begeisterung ebenfalls. Von Schritt zu Schritt konnte ich erkennen was aus zwei Stoffteilen gezaubert werden kann. Und wie sah es nun am Ende aus? Was denkt Ihr?

Utensilo aus dem Schnuppernähkurs

Entgegen meiner Befürchtungen hielt ich stolz mein erstes richtiges Nähprojekt in der Hand. Vielleicht nicht perfekt -für meine eigenen Ansprüche- aber es ist ja noch kein Profi vom Himmel gefallen. Ich war wirklich happy und so begeistert, dass ich mich direkt für einen weiteren Nähkurs eingetragen habe. Die Liste meiner Nähwünsche war ja lang…..Babysachen, eigene Klamotten, Taschen und alles was nähbar war.

Dem Nähkurs bin ich heute noch treu. Denn leider habe ich in der Woche nicht immer Zeit, Zuhause zu nähen und dieser Nähkurs gibt mir die Chance, meine Projekte in toller Atmospäre und mit professioneller Hilfe voran zu bringen.

Nach dem Schnupperkurs habe ich erst einmal viele Utensilos genäht, in unterschiedlichen Größen- und Farbvarianten und sie meinen Freunden und meiner Familie geschenkt. Das hat mir Sicherheit und Mut gegeben, weiterzumachen. Hier mal eine kleine Auswahl:

Brennend interessiert mich natürlich auch Eure Geschichte: Wie seid Ihr zum Nähen gekommen?? Wie habt Ihr angefangen und was war eure Motivation? Was war Euer erstes Nähprojekt? Habt Ihr Euch alles selbst beigebracht oder habt professionelle Hilfe in Anspruch genommen?

Möglicherweise fragt Ihr Euch auch… näht sie immer noch mit der VICTORIA? Nein, leider nicht! Sie hatte die Utensilos am Anfang ohne Probleme geschafft, doch bei Jersey kam sie an ihre Grenzen und hatte etwas „gezickt“. Ach und laut wurde sie auch…sie war halt ne alte Dame ihrer Generation und so musste sie für die Zukunft einer jüngeren Generation Platz machen. Mehr zu meiner „neuen“ Nähmaschine in einem zukünftigen separaten Post.

Ich freue mich, wenn Ihr mich weiter begleitet!

Liebe Grüße,

Eure Steffi von

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